Mittwoch, 20. Mai 2015

Brennessel...

Hallo Ihr Lieben,
vielen Dank für Eure lieben Kommentare!
In einem tauchte die Frage nach der Brennessel auf und wie man sie in den Griff bekommen kann.
Da dachte ich, dass das genug "Material" für einen extra Post ist, den vielleicht auch noch andere interessant finden. ;-)

Brennesseln sind sehr zäh und hartnäckig, die Wurzeln reichen tief in den Boden hinein und sie wirklich wegzubekommen ist eigentlich nur mit ständigem Gifteinsatz möglich oder durch Veränderung des Bodens selbst (siehe weiter unten).
Oder man nutzt die Pflanze auf vielfältige Weise - sie ist nämlich ein echtes Allround-Talent!

Zum einen kann man sie natürlich essen - meine Freundin isst ab und an die Blätter wie Spinat gekocht (es schmeckt wohl auch ähnlich). Oder sie röstet die Samen, die unglaublich viel Vitalstoffe beinhalten.
Man kann sie als Tee weiterverarbeiten, der im Frühjahr das Blut reinigt und dem Organismus wichtige Stoffe zuführt oder als Tinktur, die gut bei Haarausfall ist.
Also, im Internet finden sich sehr viele Rezepte und Möglichkeiten wie man die Brennessel verarbeiten kann. Ich selbst vertrage die Pflanze nicht so gut - ich reagier auch extrem, wenn sie mich erwischt und bin froh, dass mein Spitzwegerich mir da gut dagegen helfen kann.
Ein bisschen Brennesselsamen vertrag ich aber und das ist wie ein Energieschub! Ich verwende das wie ein Gewürz und streu es aufs Brot, über Salat oder ins Müsli.
Also, es lohnt sich, es auszuprobieren!

Die Art wie wir gärtnern, könnten wir ohne die Brennessel nicht umsetzen.
Zum einen wird sie das Gartenjahr über immer wieder als Jauche angesetzt und dient als Sofortdünger für alle Starkzehrer wie z.B. Tomate, Paprika, aber auch Rosen...
Die Reste der Jauche kommen bei uns auf den Kompost, der dadurch besser arbeitet.

Zum anderen mache ich daraus das scharfe Brennesselwasser, das sehr gut gegen Blattläuse und auch weisse Fliegen und andere Schadinsekten hilft.
Das funktioniert so: Brennessel an einer Ecke, in der sie stört, abrupfen und über Nacht in einen Eimer mit Wasser legen. (Ich stopfe den Eimer voll mit Brennessel und das Wasser bedeckt es gerade so eben).
Am nächsten Tag durch ein Tuch abfiltern und betroffene Pflanzen mit diesem Wasser besprühen. Spätestens am darauf folgenden Tag kann man die Blattläuse einfach von den Stengeln abstreifen - sie sind alle tot! Oder es den Meisen überlassen sie zu entsorgen indem sie sie auffressen oder den Regen die Arbeit machen lassen. ;-)
Ich kenne kein Mittel das so gut gegen das Getier wirkt und dabei so umweltfreundlich ist.
Im Gegenteil - dieser Sud stärkt auch noch die Pflanze und wenn man noch zusätzlich in das Brennesselwasser Schachtelhalmextrakt (gibt es schon fix und fertig von Neudorff) einrührt, dann verstärkt sich dieser Effekt noch.
Diese Stärkung hilft der Pflanze stärkere Zellwände auszubilden, die dafür sorgen, dass manche Schadinsekten es gar nicht mehr durch die Zellwand hindurch schaffen. Zudem schützt es auch vor vielen Pilzerregern - kurzum, für mich das ideale Mittel für meine Rosen, aber auch für andere Pflanzen, die ganz gern mal von irgendwelchem Getier befallen werden.
Geht auch sehr gut bei Zimmerpflanzen - einfach dann die toten Läuse mit Wasser abbrausen.

Brennesseln wachsen - genau wie Löwenzahn auch - bevorzugt auf sehr stickstoffhaltigem Boden. Man sieht sie daher oft am Strassenrand, wenn viele Hunde da Gassi gehen. ;-)
Die Brennessel selbst ist dadurch ebenfalls sehr stickstoffhaltig und als Jauche ein kräftiger Dünger (1 Teil Jauche auf 10 Teile Wasser), der sofort wirkt.
Eine Alternative um die Brennessel zu vertreiben wäre demnach den Boden abzumagern, sprich mit Sand zu versetzen oder irgendwelche starkzehrende Pflanzen dort anzupflanzen, diese immer wieder abzuschneiden um so den Boden mit der Zeit magerer zu machen.

Wir haben sehr viel Brennesseln im Garten, aber das Jahr über sind wir froh darüber, denn ich brauche sie immer wieder. Ein Rest bleibt bei uns immer stehen, da die meisten einheimischen Schmetterlingsarten auf die Brennessel als Futter für ihre Raupen angewiesen sind.
Also, ohne Brennesseln keine Schmetterlinge - zumindest keine, die sich im Garten ansiedeln und jedes Jahr wieder zu sehen sind.

Ich wünsche Euch eine angenehme Woche!

Ganz liebe Grüsse
von Eurem Schattenspinner

P.S.: Liebe Donna, ich hoffe, dass Dir das weiterhilft - wenn was unklar ist, dann schreib mir eine Mail, ja?




Montag, 18. Mai 2015

Ständig müde...

Hallo Ihr Lieben,
die Zeit verfliegt - es ist unglaublich...
Wir sind natürlich viel am Werkeln im Garten - irgendwie läuft es ein bisschen zäh - das "Unkraut" überholt uns ständig...grins... 

Da der Winter so mild war, hat sich so einiges recht fest in den Beeten etabliert, was eigentlich da nicht sein soll... aber so langsam bekommen wir wieder einen Grund rein.



Diesen Mini-Schmetterling habe ich leider nicht richtig fotografieren können und bin auch noch nicht dazu gekommen richtig zu suchen was das für einer sein könnte. Die Farben waren viel leuchtender - mehr ins Orange gehend und die Flügelspannweite war tatsächlich nur so breit wie ein Gänseblümchen...
Die haben sich gut vermehrt bei uns - ich freu mich so... so eine Wiese dicht an dicht mit Gänseblümchen und natürlich auch Löwenzahn hat einfach was. :-)))


Fliederblüte war ruckzuck wieder vorbei... aber ein bisschen was konnte ich mir ins Haus holen.
Dazu noch eine beim Arbeiten abgeknickte Mohnblütenknospe, die erstaunlicherweise, obwohl sie ganz geschlossen war, in der Vase noch aufging...


Das schäumt regelrecht über dieses Gelb an einem kleinen Steinhaufen...



Natürlich bin ich auch kräftig an meinen Tinkturen dran - meine Kräutertinkur wird ja jedes Jahr ein klein wenig anders. Je nachdem was gerade besonders viel wächst - ich gehe da auch ganz nach Gefühl. Dieses Jahr sind Löwenzahnblüten, Gänseblümchen und auch Rotklee mit dabei.


Vergissmeinnicht hat sich überall im Garten ausgebreitet - ich liebe solche netten Überraschungen! :-)

Handarbeiten mach ich auch, aber immer nur ein bisschen was - abends beim Fernsehen ein paar Reihen an meinen Strümpfen stricken oder an der Decke häkeln. Ich bin in den letzten Wochen immer so extrem müde, vor allem nach der Gartenarbeit, dass ich froh bin, wenn ich einfach nur meine Füsse ausstrecken kann. Dieses Jahr schlaucht es mich irgendwie ein bisschen mehr wie sonst...
Hier ein kleiner Zwischenstand von meiner Regenbogendecke... nicht viel gewachsen, aber wenigstens ein bisschen... ;-)))


Katze Paddy ist ständig durchs Bild gesaust und hat versucht die Fäden zu fangen bzw. die Decke zusammen zu schieben... Den beiden gehts sehr gut - Frühlingsgefühle, es wird viel gehopst, viel und ausgiebig geschmust, wild gespielt und häufig bisschen gestritten... ;-)))



Nachtviole im Staudenbeet - ich war überrascht, dass sie doch noch gewachsen ist. Letztes Jahr gesät und gedacht, sie hat es nicht geschafft, aber siehe da... der Duft gegen Abend und in der Nacht ist herrlich! :-)

Ich hoffe, es geht Euch allen gut - ich wünsche einen angenehmen Wochenstart und eine wunderschöne Woche!
Ganz liebe Grüsse
von Eurem Schattenspinner